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Mollie Gebühren 2026: Kosten je Zahlart, Auszahlung und für wen es passt

Kurz gesagt

Keine Grundgebühr, jederzeit kündbar, 1,80 % + 0,25 € für EWR-Karten, 0,35 € für SEPA-Lastschrift, Klarna und PayPal aus demselben Vertrag — Mollie ist unser Favorit für alle, die selbst Rechnungen stellen. Beim reinen Kartensatz ist Stripe günstiger; wer die Umsatzsteuer abgeben will, braucht einen Reseller. Gebühren von der offiziellen Preisseite, Stand 07.09.2026.

Was Mollie ist

Mollie ist ein Zahlungsdienstleister aus den Niederlanden, der Kartenzahlungen, SEPA, PayPal, Klarna, Apple Pay, Google Pay und eine Reihe lokaler europäischer Zahlarten über einen einzigen Vertrag abwickelt. Das Modell ist das eines reinen Zahlungsabwicklers: Du bleibst Verkäufer, stellst die Rechnung und schuldest die Umsatzsteuer — Mollie zieht das Geld ein und zahlt es aus. Genau darin liegt der Unterschied zu Resellern wie CopeCart oder Digistore24, und genau deshalb ist die Gebühr so viel niedriger.

Grundgebühr: keine

Die Preisseite ist in diesem Punkt eindeutig: „Keine monatlichen Gebühren, keine Verpflichtungen, keine versteckten Kosten“ — bezahlt wird nur je erfolgreicher Transaktion, der Vertrag ist jederzeit kündbar. Auszahlungen auf dein Konto sind bis zu fünf im Monat kostenlos, jede weitere kostet 0,25 € (bei weniger als 500.000 € Jahresvolumen). Ab 100.000 € Monatsumsatz bietet Mollie Volumenpreise auf Anfrage.

Gebühren je Zahlart

Mollie: Gebühren je Zahlart (Stand: 07.09.2026)
ZahlartGebühr je ZahlungBei einem 200-€-Verkauf
Mastercard / Visa, Verbraucherkarte aus dem EWR1,80 % + 0,25 €3,85 €
Kommerzielle Karte aus dem EWR2,90 % + 0,25 €6,05 €
Karte außerhalb des EWR3,25 % + 0,25 €6,75 €
American Express2,90 % + 0,25 €6,05 €
Apple Pay, Google Paynach verwendeter Kartewie Karte
SEPA-Lastschrift0,35 €0,35 €
SEPA-Banküberweisung0,25 €0,25 €
Klarna (Deutschland, Österreich, Schweiz)2,99 % + 0,35 €6,33 €
PayPal über MolliePayPal-Gebühren + 0,10 €PayPal-Satz + 0,10 €
Bancontact (Belgien)1,40 % + 0,25 €3,05 €

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Werte von mollie.com/de/pricing, Abruf 07.09.2026. Preise ohne Gewähr.

Zwei Dinge fallen auf. Erstens: SEPA-Lastschrift für 0,35 € fix ist bei Kurspreisen ab 50 € die mit Abstand günstigste Zahlart — bei 200 € ein Zehntel der Kartengebühr. Zweitens: PayPal lässt sich über Mollie anbinden, kostet dann aber die PayPal-Gebühr plus 0,10 € — wer viele PayPal-Zahlungen hat, spart mit Mollie nichts, gewinnt aber eine Abrechnung für alles.

Mollie gegen Stripe und PayPal

Zahlungsabwickler im Vergleich (Stand: 07.09.2026)
MollieStripePayPal
EWR-Verbraucherkarte1,80 % + 0,25 €1,5 % + 0,25 €2,99 % + 0,39 €
Grundgebührkeinekeinekeine
SEPA-Lastschrift0,35 €laut Preisseite gesondert
Klarna2,99 % + 0,35 €laut Preisseite gesondert
Steuer-RolleZahlungsabwicklerZahlungsabwicklerZahlungsabwickler
AnbieterNiederlandeUSA / IrlandUSA / Luxemburg

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Stripe-Satz für Standardkarten aus dem EWR; PayPal-Satz für geschäftliche Transaktionen in Euro. Preise ohne Gewähr.

Rein nach dem Kartensatz ist Stripe drei Zehntelpunkte günstiger — bei 200 € sind das 60 Cent. Was Mollie für uns zum Favoriten im Eigenverkauf macht, steht nicht in dieser Zeile: der europäische Anbieter mit deutscher Oberfläche und deutschem Support, die lokalen Zahlarten aus einem Vertrag (SEPA-Lastschrift, Klarna, iDEAL, Bancontact), die Preisseite ohne Kleingedrucktes und die Tatsache, dass man den Vertrag ohne Verpflichtung testen kann. Wer ausschließlich Karten aus dem EWR akzeptiert und jeden Cent rechnet, fährt mit Stripe günstiger — das steht in unserer Vergleichstabelle so drin und bleibt auch so.

Redaktionelle Bewertung

Redaktionelle Bewertung (Gebührenmodell): 4,3 von 5

Klare Preisseite, keine Grundgebühr, jederzeit kündbar, die günstigste SEPA-Lastschrift im Vergleich und lokale Zahlarten aus einem Vertrag. Abzug: beim Kartensatz nicht der günstigste, und wie jeder Zahlungsabwickler ohne Steuerabwicklung — für Verkäufe an Privatkunden im EU-Ausland bleibt die Umsatzsteuer bei dir.

Für wen Mollie passt — und für wen nicht

Passt gut, wenn du ohnehin Rechnungen schreibst, überwiegend in Deutschland, Österreich, den Niederlanden oder Belgien verkaufst und deinen Kunden mehrere Zahlarten anbieten willst, ohne drei Verträge zu pflegen. Auch wenn du eine Kursplattform betreibst, die Mollie als Zahlungsanbieter anbindet.

Passt weniger, wenn du die Umsatzsteuer abgeben willst — dann brauchst du einen Reseller wie CopeCart oder Digistore24 oder ablefy im Reseller-Modell. Und wenn dein Produkt unter 10 € kostet, wiegt der Fixbetrag schwerer als der Prozentsatz; dann lohnt der Blick auf SEPA-Lastschrift als Standardzahlart.

Häufige Fragen

Was kostet Mollie im Monat?

Nichts — Mollie erhebt laut Preisseite keine monatlichen Gebühren und keine Einrichtungsgebühr; bezahlt wird nur je erfolgreicher Transaktion, der Vertrag ist jederzeit kündbar. Auszahlungen sind bis zu fünf im Monat kostenlos, danach 0,25 € je Auszahlung. Stand 07.09.2026.

Wie hoch sind die Mollie-Gebühren für Kreditkarten?

1,80 % + 0,25 € für Verbraucherkarten aus dem EWR (Mastercard, Visa), 2,90 % + 0,25 € für kommerzielle Karten aus dem EWR und American Express, 3,25 % + 0,25 € für Karten außerhalb des EWR. Apple Pay und Google Pay werden nach der hinterlegten Karte abgerechnet.

Ist Mollie günstiger als Stripe?

Beim Kartensatz nicht: Stripe nimmt 1,5 % + 0,25 €, Mollie 1,80 % + 0,25 € für EWR-Verbraucherkarten. Bei SEPA-Lastschrift (0,35 € fix) und lokalen Zahlarten aus einem Vertrag ist Mollie stark; bei reinen Kartenzahlungen ist Stripe günstiger. Beide haben keine Grundgebühr.

Übernimmt Mollie die Umsatzsteuer?

Nein. Mollie ist Zahlungsabwickler, kein Reseller: Du bleibst Verkäufer, stellst die Rechnung und schuldest die Umsatzsteuer — bei Privatkunden im EU-Ausland im Land des Käufers (§ 3a Abs. 5 UStG). Keine Steuerberatung.

Kann ich PayPal über Mollie anbieten?

Ja. PayPal lässt sich als Zahlart in Mollie anbinden; abgerechnet werden dann die PayPal-Gebühren plus 0,10 € je Zahlung an Mollie. Der Vorteil ist die gemeinsame Abrechnung aller Zahlarten, nicht ein günstigerer Satz.

Quellen

  1. Mollie – Preise (mollie.com/de/pricing) — Abruf 07.09.2026
  2. Stripe – Preise Deutschland (stripe.com/de/pricing) — Abruf 07.09.2026
  3. PayPal – Gebühren für Geschäftskunden (paypal.com/de/business/paypal-business-fees) — Abruf 07.09.2026

Belege sind die offiziellen Preis- und Gebührenseiten der Anbieter (als Nennung mit Abrufdatum) sowie Gesetze; andere Vergleichs- oder Ratgeberseiten zitieren wir nicht. Zuletzt geprüft: 07.09.2026. Angaben ohne Gewähr, keine Steuerberatung.

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